
Gerne leiten wir diese Stellungnahme zur Information weiter ... IMÖ
Betreff: Beschwerde
gegen Ihre Artikel über unseren Vereinsobmann und Imam Herr Mag. Adnan Ibrahim.
Sehr geehrte Damen
und Herren!
Wir, der Verein
Zusammenkunft der Kulturen, möchten uns aufs schärfste gegen ihre 2 Artikel
beschwerden.
Wir sind sehr
erschüttert, daß schon zum 2. Male eine Art „mediale Hetze“ gegen unseren
Vereinsobmann und Imam durchgeführt wurde. Es ist erschütternd wie mit sehr
negativen Ausdrücken wie „Hassprediger“ und „Hetze“ umgegangen wird. Wir weisen
diese Beschuldigungen und diese Angriffe auf die Person unseres Obmannes und
Imams Sheich Adnan Ibrahim aufs schärfste zurück.
Auch betonen wir,
daß bei Übersetzungen von Reden und Bücher sich sehr große
Interpretations- und Manipulationsspielräume ergeben. Dies dürfte auch
hier nicht unwesentlich gewesen sein und um dies zu verdeutlichen, möchten wir
ein Beispiel anführen. In ihrem Artikel mit dem Titel „Manchmal eine radikale
Sprache“ wurde der Kraftausdruck „Bestie“ verwendet und es wurde so dargestellt,
als ob der Imam diesen negativen Ausdruck verwendete. Dieses Wort ist eine
falsche Übersetzung. Im Wörterbuch gibt es folgende Übersetzungen: ungezähmt,
wild, unzivilisiert, barbarisch, brutal, grausam, hässlich, abstoßend. „Bestie“
ist nicht darunter.
Gerade unser Imam
Sheich Adnan Ibrahim ist als Prediger bekannt, welcher sich stets und
durchgehend für Werte wie friedliches Zusammenleben, Frauenrechte,
Kulturaustausch und Menschenrechte stark gemacht hat.
Es ist der gleiche
Scheich Adnan Ibrahim, welcher sich sehr oft gegen den Terrorismus und
Terrorakte ausgesprochen hat. Es ist auch er, welcher eine Fatwa gegen
Terrorismus aussprach. Er wiederholte immer wieder seinen Aufruf für
friedliches integriertes Leben in Europa als europäische Staatsbürger mit allen
Pflichten und Rechten eines Staatsbürgers. Auch war es seine Person, welcher
sich gegen die Genitalverstümmelung, gegen FGM aussprach. Diese sehr
wissenschaftliche und mutige Auseinandersetzungen mit diesen Themen, brachten
ihm auch eine positive Medienpräsenz ein.
Nie wurde von
unserem Imam eine Weltreligion herabgesetzt oder beleidigt. Wir möchten
darauf hinweisen, daß unser Imam Sheich Adnan Ibrahim aus Gaza stammt und
deswegen besonders wegen der grauenhaften und schrecklichen Situation in Gaza zu
leiden hat. Täglich sehen viele arabischsprachige Menschen Fernsehberichte,
Fernsehbilder, Videofilme von der unmenschlichen Lage der Bevölkerung in Gaza.
Dabei sind oft sehr schrecklich nahe gehende Bilder wie verstümmelte Kinder,
tote Kinder und tote Mütter zu sehen. Diese schrecklichen Bilder und
Fernsehberichte bleiben hier der breiten Bevölkerung erspart. Jeder, welcher
Verwandte in Gaza hat, fürchtet sich um diese Menschen. Es ist unverständlich,
daß die hier lebenden palästinensisch stämmigen Bürger über diese Betroffenheit
sich nicht einmal artikulieren dürfen.
Warum versucht man
unseren Imam und anderen Menschen in diesem Lande das kritische auseinander
zusetzen mit dem „israelischen Staatsterror“ zu verbieten? Wie ist das jetzt mit
der Meinungsfreiheit und Redefreiheit?
Vor jeder
Demonstration hat Scheich Adnan zu einem absolut friedlichen Verhalten
aufgerufen. Die Artikel tun so, als würde er Menschen zu Gewalt anstiften. Wir
als seine Gemeinde betonen, dass das Unsinn ist. Wir kämen doch nie auf die Idee,
unseren jüdischen Mitbürgern etwas anzutun!
Wir, der Verein
Zusammenkunft der Kulturen stehen geschlossen und solidarisch hinter
unseren Vereinsobmann und Imam Herr Adnan Ibrahim. Auch ersuchen wir unsere
heimischen Medien und hier vor allem den sonst so geschätzten Standard
verschiedene Perspektiven in seinen Artikeln einzubauen und mehr Sachlichkeit zu
berücksichtigen.
Der Vorstand des
Vereins und Vereinsmitglieder
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