Auch in Österreichs Medien wurde die Botschaft Ahmadinedschads zu Weihnachten von vornherein scharf kritisiert, ohne dass die Menschen selbst die Chance bekamen, über das, was er gesagt hat, zu urteilen. Wir halten unsere Leser für reif und mündig genug, sich selbst ein Urteil zu bilden, und übermitteln ihnen hiermit die vollständige Weihnachtsansprache in deutscher Übersetzung (die wir vom „Muslim-Markt“ übernommen und etwas verbessert haben).  

Weihnachtsansprache Ahmadinedschads 2008

http://www.muslim-markt.de/dialog/artikel/weihnachtsansprache_ahmadinedschad_2008.htm

Die Ansprache des iranischen Präsidenten Ahmedinedschad anlässlich des Geburtstages Jesu, dem Sohn der Maria, dem Wort Gottes und dem Gesandten der Barmherzigkeit

Donnerstag 25.12.2008 (u.a. ausgestrahlt im britischen Sender Channel 4)

Im Namen Gottes, des Allerbarmers des Allbarmherzigen.

Anlässlich des Geburtstages Jesu, dem Sohn Marias, dem Wort Gottes und dem Gesandten der Barmherzigkeit, gratuliere ich den Anhängern der abrahamitischen Religionen, insbesondere den Anhängern Jesu Christi und dem Volk in Britannien.

Der Allmächtige hat das Universum für die Menschheit erschaffen und die Menschheit für Sich Selbst. Der Herr gab allen Menschen die Fähigkeit,  den Gipfel der menschlichen Vortrefflichkeit zu erreichen. Er rief den Menschen dazu auf, danach zu trachten, sich anzustrengen, um ein glückseliges Leben im Diesseits zu etablieren und mitzuwirken an seinem ewigen Leben im Jenseits. Auf diesem anspruchsvollen und hindernisreichen Weg, welcher vom Staub zum Göttlichen führt, ließ Er die Menschheit mit ihren Möglichkeiten nicht allein. Bedeutsame Persönlichkeiten hohen Ranges, die von Ihm auserwählt wurden, die Propheten, wurden entsandt, um die Menschheit zu führen.

Der Aufruf aller Propheten ist ein Aufruf zum Gottesdienst, zu Liebe und Geschwisterlichkeit, die Etablierung von Gerechtigkeit, und dass Liebe im Leben der menschlichen Gesellschaften bestehen kann. Jesus, der Sohn der Maria, war der Bannerträger für Gerechtigkeit, für die Nächstenliebe im menschlichen Daseins und für den Widerstand gegen Tyrannei, Diskriminierung und Ungerechtigkeit.

Alle Probleme, welche die Menschheit über die Generationen hinweg verwirrt haben, traten aufgrund der Abwendung und Respektlosigkeit gegenüber der Botschaft der Gesandten auf und aufgrund der Befolgung des Bösen.

Auch heute, da die menschlichen Gemeinschaften einer Vielzahl von Problemen und komplexen Krisen gegenüber stehen, können die Gründe und die Hauptursachen dafür in der Abirrung des Menschen erkannt werden, insbesondere in der Abwendung bestimmter Regierungen und Mächte von den Lehren der gottgesandten Propheten, vor allem von den Lehren Jesu Christi.

Die soziale Krise, die Krise, welche die Grundlagen der Familie zerbricht, die moralische Krise, die politische Krise, die Sicherheitskrise und die Wirtschaftskrise, welche insgesamt das Leben für die Menschheit erschwert haben und andauernd verschiedene Nationen unter großen Druck setzen, kamen zustande, weil die Gesandten vergessen wurden, weil der Allmächtige vergessen wurde und weil bestimmte Herrscher die Verbindung zum Himmlischen abgebrochen haben.

Wenn Christus heute anwesend wäre, würde er zweifelsohne auf der Seite der Völker gegen die tyrannischen, übel gesonnenen und expansionistischen Mächte stehen. Wenn Jesus heute anwesend wäre, würde er zweifelsohne das Banner der Gerechtigkeit und Liebe für die Menschlichkeit hissen und sich weltweit gegen Kriegshetzer, Besatzer, Terroristen und Tyrannen stellen. Wenn Christus heute anwesend wäre, würde er zweifelsohne gegen die tyrannischen Bestrebungen, die Weltwirtschaft und das globale politische System beherrschen zu wollen, Widerstand leisten. Denn tatsächlich leistete er zu seinen Lebezeiten solch einen Widerstand.

Die Lösung der heutigen Probleme kann in der Rückkehr zum Aufruf der von Gott gesandten Propheten gefunden werden. Die Problemlösungen für diese Krisen kann in der Nachfolge der Propheten gefunden werden - sie wurden vom Allmächtigen für das Glück der Menschheit gesandt.

Immer mehr wird heute der allgemeine Wunsch der Nationen nach einem grundsätzlichen Wandel laut. Und dieser nimmt Gestalt an. Die Nachfrage nach Wandel, die Nachfrage nach Veränderung, die Nachfrage nach der Rückkehr zu menschlichen Werten werden sehr schnell zur dominierenden Nachfrage der Nationen. Die Antwort auf diese Nachfrage muss real und wahrhaftig sein. Der Auftakt für diesen Wandel muss ein Wandel der Ziele, Intentionen und Richtungen sein. Wenn tyrannische Ziele in einer blendenden und betrügerischen Verpackung erneut angepriesen und den Nationen wieder aufgezwungen werden, werden die erwachten Völker sich dagegen zur Wehr setzen.

Glücklicherweise gewinnt neben der Ausweitung der Krise und dem Säen der Saat der Hoffnungslosigkeit eine Welle der Hoffnung zunehmend an Kraft; die Hoffnung auf eine vielversprechende Zukunft, die Hoffnung auf die Durchsetzung von Gerechtigkeit, die Hoffnung auf wahren Frieden, die Hoffnung darauf, rechtschaffene und gottesehrfürchtige Regierende zu finden, welche die Menschen und den Dienst an ihnen lieben - und das ist genau das, was der Allmächtige prophezeit hat.

Wir glauben, dass Jesus Christus zurückkehren wird, zusammen mit einem der Nachkommen des Botschafters des Islams,  und die Erde in einen angemessenen Zustand und in eine Welt der Liebe, Geschwisterlichkeit und Gerechtigkeit führen wird. Die Aufgabe aller Anhänger Jesu Christi und der Anhänger der abrahamitischen Religionen besteht darin, in diese Richtung zu wirken, um die Grundlage zur Erfüllung der göttlichen Prophezeiung und das Eintreffen der glücklichen, erleuchteten und liebevollen Epoche vorzubereiten. Ich hoffe, dass der gemeinsame Wille der Nationen in einer nicht zu fernen Zukunft zusammenfinden wird. Und mit der Gnade des allmächtigen Herrn wird diese erleuchtete Epoche zum Durchbruch gelangen.

Noch einmal gratuliere ich allen miteinander anlässlich des Geburtstages Jesu Christi. Ich bete darum, dass das neue Jahr ein Jahr der Freude, des Wohlstandes, des Friedens und der Geschwisterlichkeit für die Menschheit sein wird.